Rezeptur zur Zerstoerung der Reputation eines angeblich demokratischen Staates:
Man ignoriere jegliche Pressefreiheit, verhoere einen unabhaengigen Journalisten und sperre ihn ins Gefaengnis. Weshalb? Vielleicht weil er sich fuer diejenigen interessiert, die in diesem Staat nie zu Wort kommen, die krank sind, die in ihrem Krankenhaus abgelaufene Medikamente erhalten, die vor allem fuer die "Wichtigen" in Kirche und oeffentlichen Behoerden keine Bedeutung haben und fuer diese eher eine Gefahr darstellen, da sie ihnen ihr gutes Einkommen aus Spendengeldern streitigmachen wollen.
Weiters beschatte man die Frau, die sich die meisten Lorbeeren im Kampf gegen HIV/AIDS in dieser Region verdient hat - versetze sie in Angst und Schrecken, verhoere sie ueber Stunden und schuechtere sie so ein, dass sie alles Beweismaterial - wie Filmkassetten und abgelaufene Medikamente - der Staatspolizei aushaendigt.
Die betrogenen chronisch Kranken und ihre Fuersprecher bezeichne man als trouble-maker und gefaehrlich. Man verfolge alle gespeicherten Rufnummern auf den MobilePhones der Verdaechtigen und hoere alle Gespraeche ab, um das boese Netzwerk von Anti-HIV/AIDS-Aktivisten auszuheben.
Und all das tue man, "um den Staat vor einer weiteren Schande wie dem Film 'Darwins Nightmare' zu bewahren". Wer's glaubt, ist bereits selig.
Gratulation Tansania, der Backteig ist gelungen und geht wunderbar auf. Man koennte nicht besser seinen eigenen internationalen Ruf zunichte machen.
(Edwin befindet sich seit Freitag abend im Gefaengnis von Iringa im Hungerstreik. Ueber das Wochenende war es nicht einmal einem Anwalt von NOLA - einer Menschenrechtsorganisation - moeglich, etwas fuer ihn zu tun.)

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